Kapitell: Kopfstück von Säulen oder Pfeilern am Hauptpunkt der Stütze und Last.
Karyalide: (Kore) Mädchenfigur, welche statt einer Säule als Trägerin des Gebälks dient.
Kassette: Kastenförmig vertieftes, meist verziertes, Feld einer Decke oder Bogenlaibung (ital: cassettone).
Klassik: Grundbegriffe, über welche sich "griechische Klassik" erschließen läßt, sind vor allem die klassische Skulptur und die Architektur. Das klassische Bild des weiblichen Körpers im Gewand und das "ideale" Bild des nackten männlichen Körpers sind Bezugspunkte späterer Kunstepochen bis in unsere Zeit gewesen, die als klassische Elemente kopiert wurden. Die vielzitierten Prototypen der Skulptur, zum Beispiel der Kanon des Bildhauers Polyklet, sind schwer zu rekonstruieren. Gleiches gilt auch für die damalige Architektur, vor allem der des weltberühmten Parthenons auf der Akropolis in Athen. Die Architektur der Klassik ist durch dreiecksförmige Giebelfriese, welche von Säulen getragen werden geprägt.
Kolossalordnung:
Säulenordnung, die sich über zwei oder mehr Stockwerke erhebt.
Beispiel für Kolossalordnung: Konservatorenpalast
(Rom, Michelangelo)

Klassizismus: Der Klassizismus ist
eine europäische Stilrichtung, welche sich an der Antike als Vorbild orientiert
und so die Ideale einer vergangenen Zeit nachahmt. Die bedeutendsten
Leistungen des Klassizismus entstanden auf dem Gebiet der Architektur. Die
Anfänge liegen in dem vom italienischen Baumeister Andrea Palladio
beeinflussten England. Charakteristische Vertreter der deutschen Architektur dieser Phase sind u.a. L. v. Klenze, F. W. Erdmannsdorff, F. Gilly und
K. F. Schinkel. Als Gründungsbau des deutschen Klassizismus gilt das
Schloss Wörlitz, Sachsen-Anhalt. Klassizistische Bauwerke zeichnen sich
durch eine klare, elegante Linienführung aus. Die kubischen Baukörper
wirken relativ schmucklos. Zu den hervorstechenden Details gehören
freistehende Säulen und Kollonaden. Typische Merkmale der
Fassadengliederung sind Dreiecksgiebel und vorgesetzte Säulenordnungen.
Auch
in der Innendekoration vollzieht sich eine deutliche Veränderung.
Häufig verwendetes Material ist Mahagoni, die Möbel erhalten wieder
gerade, linear ausgerichtete Formen, das Schnörkelwerk des Rokoko
weicht formenreinen Ornamenten, wie z.B. Palmetten, Perlstab
etc. Formschön und bequem sind die rundum gepolsterte Bergère, Sofas
und Stühle mit ovalem Rücken.
Die Stoffe werden leichter,
Schleier- und Mousselingewebe werden ebenso verwendet wie
Seidendamaste, Leinen und Baumwolle. Naturfarben werden bevorzugt.
Gardinen sind bemustert und mit Posamenten besetzt. Musterung in
Streifen und Medaillons in strenger Symmetrie. Querbehänge und geraffte
Lambrequins sind typische Dekorationsformen.
Zeitgleich - und
sozusagen dem Klassizismus untergeordnet - entwickelte sich das
bescheidene, einfache Biedermeier (ca. 1815-1848), das sich als
bürgerlicher Stil mit demonstrativer Schlichtheit mehr und mehr von den
höfischen Vorbildern löste.
Kompositordnung: Römische Säulenordnung, die ionische und korinthische Elemente vereint.
Konsole: Vorkragender Tragstein, der als Basis für Dienste, Bögen, Gesimse u.a. dient.
Korinthische Ordnung: Die dritte der klassischen Säulenordnungen.

Krabbe : Ornament an den Kanten gotischer Giebel und Bögen.
Kraggewölbe: s. Unechtes Gewölbe.
Kranzgesims: (im griechischen Tempelbau Geison) Das einen Bau abschließende, am weitesten auskragende Gesims.
Kreuzblume: Plastisches Ornament an den spitzen Endungen gotischer Bauteile.
Kreuzgang: Viereckiger, offener Hof mit überdecktem Umgang, welcher eine Klosterkirche mit den Wohnteilen des Klosters (der Klausur) verbindet.
Beispiel: Kreuzgang in S. Giovanni in Lateran (Kosmatenarbeit)

Kreuzgewölbe: (Kreuzgratgewölbe) Gewölbe, welches aus zwei sich rechtwinklig durchdringenden Rundbögen-Decken entsteht.
Krypta: Halbunterirdischer, meist unter dem Chor gelegener, Raum zur Aufbewahrung von Reliquien oder der Grabstätten.
Kunstdrucke: Qualitativ sehr hochwertige Reproduktionen eines Werkes der Malerei, Grafik oder auch Fotografie. Seit Mitte der neunziger Jahre eroberten diverse neue Drucktechniken - z. B. für Drucke auf Leinwand - den allgemeinen Verbauchermarkt.
Weitere Details zum Thema Kunstdruck finden Sie hier ...