Baptisterium: Bauwerk mit Wasserbassin (Piscina) zum Vollzug des Taufaktes.

Barock: Ist ein ursprünglich als Schimpfwort gedachter Begriff, der um 1840 geprägt wurde. Der italienisch-französisch-portugiesische Mischbegriff läßt sich mit “unregelmäßig” oder “schief” übersetzen. Barock - als Begrifflichkeit - steht dabei für Überladenheit, Schwülstigkeit, Verschnörkelung. Das Barock hat die Namensgebung seinen ideologischen Gegnern zu verdanken. Diese entstammen der Tradition des Klassizismus, der viele Elemente der Renaissance-Zeit wieder aufgreift. Demgemäß sprechen die Verächter beim Barock auch von einem “Verfall der Renaissance” Von anderen wird bereits kurze Zeit später fast das genaue Gegenteil behauptet: Barock sei die Weiterentwicklung der Renaissance, also eine Art Verbesserung, Perfektionierung der Renaissance.

Keine der beiden Aussagen ist falsch, so ursprüchlich die Aussagen auch wirken. Gegen die Weiterentwicklungstheorie spricht Folgendes: Während sich die italienische Renaissance auf Vorbilder der römischen Antike beruft, stellt sich das Barock in seiner Gesamtwirkung eigenständig dar. Wie bei der Gotik drängt sich der Eindruck einer Neuschöpfung auf. Beim Vergleich zwischem gotischem und barockem Schaffen wird deutlich: Nichts kann gegensätzlicher und unverträglicher miteinander wirken. Es fehlt das bindende Element, es mangelt an einer gemeinsamen Philosophie.  Und zwar, weil in beiden Fällen keine Berufung auf eine vorbildhafte, weiter zurückliegende Epoche deutlich wird. Beide Stile, Gotik wie Barock, haben unerhört Neues geschaffen, ohne sich grundlegend an etwas Bestehendem orientiert zu haben.

So weisen Gotik und Barock besondere Unterschiede zu Romanik, Renaissance und Klassizismus auf. Romanik und Renaissance treffen sich beim altrömischen Rundbogen. Renaissance und Klassizismus haben als gemeinsames Bauelement das griechische Giebeldreieck. Und der aufklärerische geistige Hintergrund des Klassizismus ist nichts weiter als die Fortentwicklung des humanistischen Denkens von Freigeistern, Künstlern und Intellektuellen aus der Renaissance Epoche. Für die Weiterentwicklungstheorie sprechen die faktisch nachvollziehbaren Übergangsformen zwischen Renaissance und Barock. Berühmtestes Beispiel: Der Petersdom zu Rom.

Beispiel: S. Agnesa auf der Piazza Navona (Rom)



Basilika: Römische Markt- und Gerichtshalle. In der christlichen Baukunst langgestrecktes Gebäude mit Mittelschiff, Seitenschiffen und Obergaden. Beispiele - siehe obere Abbildungen

Basis: Fuß von Säulen oder Pfeilern.

Bema: Bühne der Presbyter in der Apsis frühchristlicher Kirchen.

Beschlagwerk: Ornamentale Band- und Leistenfiguren. Heben sich die Bänder durch Einrollen vom Grund ab, spricht man von Rollwerk.

Bewehrung: (Armierung) Rundeiseneinlagen in Stahlbeton für hohe Belastungen vorgespannt (Spannbeton)

Bindemittel:  Zur Herstellung einer Farbe wird ein Pigment mit einem Bindemittel verrührt und nach dessen Erstarrung auf einem Malgrund festgehalten. 

Blendarkaden: Einer geschlossenen Wandvorgeblendete (vorgelegte) Bogenreihen (90).

Bosse: (Rustika), Schlußstein

Bündelpfeiler: Bündelung mehrerer dünner Säulen oder Dienste um einen Kern.